auch ein Tom
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Mopped fahren
GPS und andere Elektronik

StreetPilot IIIc
GPSMap 276c
Zumo 660
Befestigung am Motorrad
Voraussichtliche Ankunftszeit
andere Elektronik

GPS und andere Elektronik


Ich war schon lange Zeit angetan von der Vision, statt in irgendwelchen Papierkarten meine aktuelle Position zu ermitteln, etwas zu haben, was ich aus dem Flugnavigationsbereich als Moving Map kannte. Mindestforderungen für mich waren dabei

  • farbige Kartendarstellung
  • Darstellen und Folgen der eigenen Position
  • Möglichkeit des Planes und der Darstellung einer eigenen Route
  • Motorradtauglichkeit (vibrationsfest, wasserdicht)

Klingt übersichtlich. War es aber irgendwie nicht. Im Laufe der Jahre brachte die Firma Garmin immer neue Geräte heraus, die jedoch für die Verwendung am Motorrad nur unzureichend geeignet waren oder meinen Ansprüchen nicht genügten. Das änderte sich 2002 mit dem Erscheinen des Streetpilot III ColorMap StreetPilot III ColorMap. Das Gerät erfüllte nicht nur meine Mindestanforderungen, sondern brachte noch eine Reihe von zusätzlichen Möglichkeiten mit:

  • Trip-Computer mit gefahrener Strecke, Zeit insgesamt, Zeit in Fahrt, maximaler Geschwindigkeit und noch einigem mehr
  • Routing mit genauen Richtungsanweisungen an jeder Kreuzung
  • 128 MB Speicher für Kartenfeindaten

Mit dem Gerät war ich 2003 mehr als 20.000 Kilometer unterwegs.

Mir hat sich durch das Gerät eine ganz neue Dimension des Motorradfahrens erschlossen. Man kann kleinste Straßen fahren und das ganz ohne Suche. Man fährt über die Dörfer als wäre man ein Einheimischer. Man kann ohne jede Ahnung, wo man sich gerade befindet, unterwegs sein und ist doch sicher, daß man da ankommt, wo man hin möchte. Der Sicherheitsaspekt ist auch nicht unwichtig: Es reicht ein Blick auf das Gerät, um die aktuelle Position und den nächsten Abbiegehinweis entgegenzunehmen. Auf einer Papierkarte im Tankrucksack sucht man wesentlich länger nach der eigenen Position und muß dann noch die Straßenschilder mit den Orten auf der Karte vergleichen um herauszufinden, wie es weitergeht.

Beim Fahren mit dem SPIII habe ich allerdings auch eine Reihe von Nachteilen bemerkt:

  • Die Prozessorleistung ist zu gering. Das führte zu Wartezeiten beim Aufbau der Kartendarstellung, erheblichen Wartezeiten beim Berechnen von Routen und verspäteten Abbiegeanweisungen insbesondere bei nahe aneinanderliegenden Abbiegepunkten
  • Trackspeicher zum Aufzeichnen von gefahrenen Strecken ist beschränkt auf 2000 Punkte und die Aufzeichnung ist nicht konfigurierbar
  • am Gerät geplante Routen können nur hoch mühsam geändert werden
  • Die Akkus konnten nicht im Gerät geladen werden - normale Akkus reichten nur für 2-3 Stunden
  • Die Displayauflösung ist mit 305x160 Pixeln in 16 Farben recht gering. Das Display hat bei direkter Sonneneinstrahlung stark gespiegelt und war zu schwach beleuchtet.

Im Mai 2004 erschien der GPSMap 276C auf dem Markt. "Der ultimative Motorradnavigator". Den musste ich sofort haben und habe es nicht bereut. Wesentliche Vorteile sind

  • schneller Prozessor - kaum Wartezeiten beim Aufbau der Kartendarstellung und schnelle Routenberechnung
  • Trackspeicher hat 10000 Punkte Kapazität und Trackaufzeichung ist konfigurierbar (alle n Sekunden oder alle n Meter ein Punkt), außerdem sind 10 Tracks separat im Gerät speicherbar
  • Die Route kann jetzt am Gerät direkt auf der Karte mit dem Cursor verändert werden
  • deutlich verbessertes transflexives Display mit 320x480 Pixeln und 256 Farben, das sich am besten bei Sonneneinstrahlung ablesen lässt
  • Lithium-Ion-Akku, der bis zu 12 Stunden Betrieb durchhält und der im Gerät geladen wird.

Mit dem Gerät bin ich ca. 150.000 Kilometer unterwegs gewesen und will ein Navi nicht mehr missen. Das Ding taugte sehr gut zum Moppedfahren.

Danach kam im Juli 2010 das Zumo 660 als neues High-End-Motorrad-Navi. Jetzt mit Touchscreen, Bluetooth und Audio-Wiedergabe. Leider löst das Display nicht so gut auf wie das des 276C (jetzt 480x272 Pixel) und die vielen Automatismen machen einem eher das Leben schwer. Der Akku hält auch nur noch ca. 5 Stunden, aber das ist verschmerzbar, da ich eh immer mit Stromversorgung am Motorrad fahre. Wesentliche Neuerungen sind:

  • Touchscreen
  • Höhere Kartenspeicherkapazität (4 GB intern für Karten)
  • Text to Speech sagt Straßennamen und Richtungen an
  • 3D-Darstellungsmodus
  • Bluetooth
  • MP3-Wiedergabe mit Playlisten
  • interner SD-Kartenslot für Musik - bei mir steckt eine 32GB Karte drin. Damit kann ich meine komplette Musiksammlung mitnehmen

Über Bluetooth empfange ich sowohl die Navigationsanweisungen als auch die Musik.

Mit dem Zumo 660 war ich jetzt auch schon mehr als 30.000 km unterwegs und nach anfänglicher Gewöhnungsphase erfüllt es meine Anforderungen weitgehend.

Einen Nachteil haben die Geräte allerdings: Man muss in der Gruppe ständig vorn fahren und alle verlassen sich darauf, dass man den Weg kennt.

Eine gute Informationsquelle in Fragen GPS ist übrigens das Forum Naviboard, betrieben von der Firma ComKor.

mehr als 400 Routen, mehr als 160.000 km gefahren in 8 Jahren:


Tom Bihr - Seite zuletzt geändert am 30.12.2006